Donnerstag, 21. August 2014

Vorher - Nacher

Hier ein erster (und wie ich finde ziemlich beeindruckender!) vorher-nacher-Vergleich von Ilena. Das 1. Foto ist am 3. Tag entstanden, das zweite nach gut zwei Wochen Reit-Zeit:

 3.8.14

19.8.14

Fotos

 Schöne, trockene, warme Pause

 Morgenstimmung

 typisch deutsch

 ein tolles Heu-Bett


 Weg versperrt (wir (bzw. ich...) haben den Baum zur Seite gerückt ;) )

 Ilena an der Mosel

 unerwartete und nette Reitbegleitung!
Claudia mit Stromer

 hier geht's nicht weiter
der Hunsrück-Dom

 Niederhausen
mit besonderem und herzlichem Gruß an meine Kollegen bei Floecksmühle :)



 Tolles Picknick!!!
 Eh...
Frühstück ans Bett

Große und kleine Abenteuer

Wenn man draußen unterwegs ist, dann erlebt man auch immer wieder Abenteuer. Wenn man sechs Wochen unterwegs ist, dann erlebt man viele Abenteuer. Wenn noch dazu ein Pferd mit von der Partie ist, werden diei Abenteuer immer abenteuerlicher, oder manchmal auch einfach nur lustig. Ilena und ich machen da keine Ausnahme.
So zum Beispiel Ilenas Angst vor flatternden und klappernden Gegenständen seit unserem "Kartenunfall" am 3. Tag. Es hat sich schon viel gebessert, sie springt schon lange nicht mehr bei jedem LKW zur Flucht über den Graben. Ein Regecape aber, das auch Ilena zur Hälfte abdeckt und von einem heftigen Windstoß aufgebläht wird, versetzt sie manschmal so sehr in Schrecken, dass sie über die Felder losgaloppiert. Ein Lob auf die gut sitzenden Satteltaschen! Meist lasse ich sie dann einfach ein Stückchen laufen. Das Energiespar-Gen kommt eh relativ schnell wieder durch, und sie beruhigt sich wieder. ;)
Ilena ist sehr geschickt darin geworden, sich aus selbst gelegten Fußfesseln am langen Strick wieder zu befreien. Im richtigen Moment das richtige Bein anheben, und alles löst sich von selbst. Meistens. Vor ein paar Tagen hat sie sich aber die Hinterbeine mit dem Strick so blöd verknotet, dass sie - aus dem Gleichgewicht gebracht - einfach umgefallen ist. Gott sei Dank im hohen Gras, und ich saß auch nicht drauf, aber Sattel, Packtaschen, ... (ich wiederhole das Lob ;) ). Zum Glück ist Ilena cool genug, auf Kommando einfach still zu halten (in diesem Fall mit allen Vieren in der Luft) und zu warten, bis ich sie wieder befreie.
Ein Abenteuer der etwas anderen Art gab es in den Weinhängen an der Mosel. Ich habe gerade die steilen Zickzack-Hänge bergab geführt, als Ilena irgendetwas in den Weinbergen so sehr beunruhigt hat, dass sie in einer unbeobachteten Sekunde auf dem Absatz kehrt gemacht hat und den Hang wieder hinauf galoppiert ist. Vielleicht 100m konnte ich mich eher stauchelnd als sicher laufend noch am Zügel festkrallen (das GPS sagte als Maximalgeschwindigkeit 23km/h), dann musste ich loslassen, um nicht selbst längs auf dem Asphalt zu landen. Das anschließende Hinterherrennen aus eigener Kraft (natürlich bergauf) war nicht minder anstrengend. Ich habe Ilenas gute und meine nicht ganz so gute Kondition verflucht und war mal wieder froh um Ilenas recht schnell durchkommendes Energiespar-Gen - und um das Labyrinth der Weinberg-Wege, das die oberhalb liegende Hauptstraße in große Entfernung gerückt hat. Dies war übrigens der erste Tag, von dem ich Muskelkater bekommen habe. ;)
Bei einem weiteren Abenteuer, das Gott sei Dank glimpflich ausgegangen ist, sind sowohl Ilena als auch ich auf dem Boden gelandet. Ein Feldweg mit links etwas niedriger liegendem Acker, ein rechts unerwartet auftauchender Hochsitz im Gebüsch, ein unbedachter Tritt nach links (ich diesmal auf dem Pferd) - und schon lagen wir da. Ilena auf meinem Bein, das jetzt eine dicke Beule hat, meine Nase von irgendetwas (vielleicht auch von mir selbst) blutig gehauen, und mit schmerzendem Nacken. Das ganze ging so schnell, und auch Ilena war so schnell wieder (zum Glück ruhig) auf den Beinen, dass ich gar nicht wusste, wie mir und uns geschah, und erstmal (mit dem Zügel in der Hand!) liegen geblieben bin. Mich checken, Ilena checken (die außer Matsch in Gesicht und an den Beinen nichts hatte), Kartentasche reparieren - alles ist gut gegangen.
Ein lustiger Teil unseres Alltags ist, dass Ilena grundsätzlich alles probieren möchte, was ich esse. Bei Rosinen, Studentenfutter oder Apfelringen kann ich ihre Begeisterung durchaus verstehen. Auch salzige Pistazienkerne leuchten mir ein. Aber Tofu-Schnitzel und Bier...? Nun ja, Überlebenskünstler essen alles. ;)

Entfernungen

Nach langer Zeit nun endlich mal wieder ein Update von mir! Der Grund liegt nicht darin, dass ich euch nicht an meinen Erlebnissen teilhaben lassen möchte, sondern darin, dass ich unterwegs wenig Internet, dafür aber umso mehr nette Menschen treffe, mit denen ich meine Abende verbringe. Da kommt das digitale Leben (zu Recht) etwas kurz. ;)
Nun aber zur Geschichte.

Entfernungen und zurück gelegete Strecke sind eine seltsame Sache. Manchmal wirken sie ewig lang, dann wieder kaum vorhanden. Ich merke den Wechsel natürlich der Landschaft an. Viel Wald und Berge in der Eifel, Wald, Hügel und Obstbäume sowie steile Weinhänge im Hunsrück, hügeliges Land und immer wieder auch freie Flächen mit Wein und Obst am oberen Ende der Pfalz.
Dann merkt man auch sehr deutlich die sich ändernden Akzente und die Sprechweise der Menschen. Gut, dass ich so langsam reise, so habe ich immer Zeit, mich langsam daran zu gewöhnen. ;) Nein, Spaß beiseite: Das geht wirklich gut, und meist merkt man die Redensart eher der älteren Bevölkerung an.
Eine besonders bildliche Wahrnehmung von Entfernung ist es, die gewanderte und gerittene Entfernung mit dem Auto zurück zu fahren und für die Strecke sogar motorosiert schon RICHTIG lange zu brauchen. (
Oder sich die Fahrt zumindest vorzustellen. ;) )
Die beste (und auch eindrucksvollste) Vorstellung von Entfernung ist für mich aber - der Job prägt ;) - das Messen anhand von Flüssen. Flüsse gliedern auch meine gesamte Strecke in überschaubare Abschnitte. Letzten Dienstag haben wir in der Nähe von Traben-Trarbach mit der Mosel die erste große (Wasser-) Hürde genommen. Letzten Montag war die Nahe erreicht, die wir - zu meiner großen Freude und mit herzlichem Gruß an meine Kollegen bei Floecksmühle :) - in Niederhausen überquert haben. Morgen geht es bei Gernsheim über den Rhein. Diesmal sogar mit einer Fähre! Ich bin gespannt, was Ilena dazu sagt...
Am Rhein haben wir dann mit knapp 400km gut die Hälfte unserer Strecke erreicht. Tapferes Pony! :) Hoffentlich läuft die zweite Hälfte ebenso gut.

Mittwoch, 20. August 2014

Zweites Update aus zweiter Hand

Mit viel zu viel Verspätung (tut mir Leid, Anna) kommen hier ein paar Neuigkeiten von Anna:
Sie ist gut unterwegs. Jetzte Woche hat Sie die Mosel überquert und diese Woche inzwischen auch die Nahe. So langsam rückt sie dem Rhein auf die Pelle.
Der Grund für die lange Sendepause liegt bei zu vielen netten Menschen, sagt sie. Die Abende und wander-freien Tage verbringt sie mit lauter freundlichen und interessierten Menschen, sodass sie garnicht dazu kommt, irgenwo mal Internet zu benutzen...  Was will man mehr. Weiterhin viel Spaß!

Sonntag, 10. August 2014

Rückblick der ersten Woche

Ilena und ich sind 8 Tage gewandert und haben in diesen Tagen knapp 180km zurück gelegt. Das ist deutlich mehr als ich erwartet (und eigentlich auch geplant) hatte, dafür bin ich aber umso erstaunter und überraschter, wie gut wir beide uns geschlagen haben. :) Wir haben nur selten in offiziellen Wanderreitstationen übernachtet, es hat gut geklappt, spontan und privat unter zu kommen (bzw. über Kontakte der vorherigen Übernachtungsstelle). Es ist ganz toll zu sehen, wie viele nette und hilfsbereite Menschen man dabei kennen lernt! Ilena ist erstaunlich entspannt, auch ohne Pferdegesellschaft zu übernachten. Das nimmt mir einiges an Sorge für die Quartiersuche ab.

Ilenas Hufe (sie läuft ja ohne Eisen und nur gelegentlich mit Hufschuhen) machen bisher alles gut mit. Ihr Rücken sieht wunderbar aus, keine Druck- oder Scheuerstellen. Der Sattelgurt dagegen hat sich als nicht langzeit-tauglich erwiesen, da er - aus Neopren - keine Atmung zulässt. Kurzerhand konnte ich unterwegs einen neuen Gurt kaufen. Aus Leder und mit Fell-Unterlage. :) Ein kleiner "Zwischenfall" am dritten Tag, bei dem sich Ilena durch eine auffliegende Landkarte erschrocken und beim Wegspringen die Sprunggelenke angeschlagen hat, ist gesundheitlich (Gott sei Dank!) ohne Folgen geblieben, hat aber dazu geführt, dass Ilena sich viel leichter vor flatternden oder klappernden Sachen erschreckt (Karten, LKWs, Regencape, ...). Wir arbeiten dran, und es ist auch schon wieder viel besser geworden. :)

Wir zwei sind normalerweise allein unterwegs, hatten aber schon zwei Tage Wander-Gesellschaft. Das war richtig schön! Zu mehreren unterwegs zu sein und sich unterhalten zu können ist schon um einiges schöner und entspannter, als alles allein planen (und verantworten!) zu müssen... Heute bekomme ich noch mal für einen Tag Gesellschaft, da freue ich mich auch schon sehr drauf. Übrigens hat Ilena, da ich gestern auf einer Hochzeit eingeladen war, die letzten zwei Tage Urlaub gehabt. Sie steht - mit Pferdgesellschaft - im Moment zwischen Cochem und Daun. Übermorgen geht's über die Mosel. Von nun an werde ich nicht mehr so viele Kilometer "abreißen" und öfter mal einen Ruhetag einlegen. Es ist ja schließlich Urlaub. :)


Eine ganz andere Anmerkung am Rande übrigens:
Ich habe vor meinem Abritt ganz vergessen zu erwähnen, dass ich sowohl eine tolle Wohnung als auch einen super netten Stall in Erlangen gefunden habe! Ich bin also nicht ganz so heimatlos unterwegs und habe ein Fernziel vor Augen, bei dem ich in ein paar Wochen (hoffentlich ;) ) ankommen werde.

So, und bevor mir nun mein Frühstück abhanden kommt und ich meinen Zug verpasse, lege ich lieber mal los! Bei nächster Gelegenheit gibt's wieder mehr zu erzählen.
Liebe Grüße!

Mittwoch, 6. August 2014

Fotos



Vogelsang

Auf der Kronenburg

Pferdedusche

Ilena bringt sich selbst in Schlafposition

4. Quartier: Der rote Bauwagen

Ich schlafe in einem roten Bauwagen. Drinnen steht ein kleiner Ofen, ein Regal mit Teetassen, eine Kochplatte, eine geschnitzte Holzlampe, ein kleiner Tisch und ein selbst gezimmertes Bett, mit Tüchern und Decken geschmückt. Über dem Bett steht auf einer Tafel in großen, geschwungenen Buchstaben "Sage Nein!". Die Stufen von draußen herein sind kleine Baumstämme, aus dem Fenster kann ich Ilena sehen, die auf der Wiese grast.
Als ich ankomme, stieben vier Kinder, zwei Hunde und einige Hühner durch den Abenteuerspielplatz aus Haus, Garten, Wiesen, großen Bäumen und Grillecke, der ihr zu Hause ist. Lene hilft mir beim Verstauen von Packtaschen und Sattelzeug, von Sandra bekomme ich einen Begrüßungs-Kirschsaft aus Kirschen aus dem eigenen Garten. Enno, der das nicht mitbekommen hat, wird später seiner Mutter ins Ohr flüstern: "Mama, können wir Anna einen Kirschsaft geben?" Den bekommen nur nette Leute, erfahre ich.
Später sitzen wir alle auf Hockern und Klötzen unter einem großen Baum, mit Blick auf Ilena und Bauwagen, und pulen dicke Bohnen. Die hat der Nachbar heute auf dem kleinen gemeinschaftlich bewirteten Acker geerntet, und die müssen nun verarbeitet werden. "Rate mal, wie viele Bohnen in dieser Schote sind!" "Und rate mal in dieser!!!" Elsa bastelt in der Küche kleine Käsebrot-Ecken für alle.
Vor dem Schlafen gehen sieht sich Jens noch bei einem Glas Rotwein mit mir seine große, mit vielen Details und Stationen gespickte Wanderreiter-Landkarte an, gibt Tips und Kontakte weiter, berät mich für meine weitere Strecke.
Das ganz gemütliche Packen und Losreiten am nächsten Vormittag wird begleitet von Lene, Enno und Elsa: "Kannst du nicht noch einen Tag länger bleiben?" "Kommst du uns noch mal besuchen?" Die drei laufen noch ein Stück durch die Büsche mit mir mit.

Sandras Telefonnummer habe ich über zwei Ecken bekommen. Als ich angerufen und nach einem Quartier für Ilena und mich gefragt habe, hat sie ohne zu zögern und mit der größten Selbstverständlichkeit Ja gesagt. "Komm vorbei, fühl dich zu Hause." Das tue ich.




2. Reisetag: Zwei Schritt vor, einer zurück

Meine Lehre des zweiten Reisetages: Plane nie mit zu kleinen Pfaden! Vor allem nicht, wenn Wasser im Spiel ist...
Meine Güte, habe ich ein tapferes und trittsicheres Pferd. Eine Bergziege unterwegs auf Klettersteigen. Egal wie eng die Wege wurden - Ilena kam durch. 50cm breite Trittfläche aus hauptsächlich rohem, kantigem Fels, rechts Abhang, links Berg (beies ordentlich steil), und Ilena klettert einfach drüber. Toll!
Diese Erfolgserlebnisse wurden aber auch immer wieder zurückgeworfen durch die heimtückische Wegefürung im Wald östlich von Imgenbroich. So toll Ilena auch klettert und vertrauensvoll mitkommt, irgendwann ist auch für das beste Bergpferd Schluss. Z. B. wenn die Brücke aus einem schmalen, glitschigen, abgeflachten Baumstamm inkl. einseitigem Geländer besteht. Böschungen und Bach ebenfalls unpassierbar. Blöd, dass die Kraxelei dorthin umsonst war. Blöder (oder viel mehr unsichere Hoffnung, ob Ilena das auch wirklich schafft), auf diesem schmalen Weg mit Pferd umzudrehen. Am blödesten, deshalb mehrere Kilometer Umweg in Kauf nehmen zu müssen. Am aller-blödesten, wenn man aufhört zu zählen, wie oft es solche Situationen heute schon gab, einen zusätzlich die Dunkelheit auf diesen Kraxel-Pfaden einzuholen droht, seit Stunden kein Handyempfang mehr zu finden ist und einem so langsam die Alternativrouten ausgehen. Bei der letzten pferde-unmöglichen Brüce, 100m von der gesuchten Straße entfernt und nun wirklich viertel vor Ende der Kraft und fünf vor Dunkel, war ich kurz vorm Verzweifeln. Also habe ich Ilena kurzerhand entpackt (das macht sie schon mal ein ganzes Stück schmaler) und bin so lange mit ihr durch den Bach gestiefelt, bis wir eine Ausstiegsmöglichkeit (durch dickes Gebüsch) auf der anderen Seite gefunden haben. Aufgebrachte Ilena anbinden, Taschen einsammeln, und die letzten Höhenmeter zur Station (jetzt auf aspahtierter Straße) zählen...
Um 22:15 sind wir angekommen. Selten schmeckten Spiegeleier mit Brot so gut und selten fühlen sich Dusche und Bett so himmlisch an wie nach solch einem Tag!

Montag, 4. August 2014

Zum ersten Mal aus zweiter Hand

Hier nun ein Eintrag aus zweiter Hand: Ich, Ruth, Annas Schwester, ersetze zeitweise Annas fehlenden Internetzugang und berichte kurz, was es Neues oder Spannendes mitzuteilen gibt. Grade hab ich mit ihr telefoniert und den ersten Auftrag erhalten. Also los gehts:
Reiterin und Pferd geht ganz gut, wobei das Wandern heute wohl erwas anstrengend ist. Es regnet und Ilena ist heute etwas grantig drauf. Annas Vermutung: fehlende Pferdegesellschaft und ungewohnte Anstrengung...
Nun aber zum eigentlich Wichtigen: Heute kommt in der Lokalzeit im WDR (Aachen) um 19:30h ein kurzer Beitrag zu Anna und ihrem Vorhaben. Für alle Interessierten wäre das eine gute Chance Anna nochmal in bewegten Bildern zu sehen.
Genaueres kann Anna wahrscheinlich besser wieder selber berichten, wenn sie wieder Netzzugang hat. Oder mir per Telefon diktiert, was sich so ereignet hat. Auch wenn Annas es hier natürlich grad nicht lesen kann, wünsch ich ihr ein gutes Weiterreiten und immer mehr nette Menschen. Und natürlich nette Pfrdegesellschaft für Ilena :)

Freitag, 1. August 2014

Wanderreitstation in Raffelsbrand

Unsere erste Ritt-Etappe hat wunderbar funktioniert. Mein GPS behauptet, die Route sei 23km lang gewesen - ich behaupte, sie war etwas kürzer. ;) Ganz in Ruhe und mit langer Pause (ich wäre neben der friedlich grasenden Ilena fast eingeschlafen im gemütlich warmen Sommer-Sonnenschein) waren wir etwa 7 Stunden unterwegs. An der Station angekommen wurden wir zusätzlich zu den Stationsbetreibern ganz herzlich von meiner lieben Stallgemeinschaft empfangen, mit denen wir uns hier zu einem letzten Treffen verabredet hatten. Nach einem tollen Grill-Abendessen können wir uns nun kaum noch bewegen.
Unterwegs gab es auch schon das erste Abenteuer: 1,20m schale Brücke, etwa 6, 7m lang, vielleicht 3m hoch, und der Clou: Gitterrost-Boden mit Durchblick zum Untergrund. Nach ersten Zweifeln hat Ilena vorgezogen, bei mir zu bleiben, und ist mit etwas Skepsis, aber doch problemlos über die klappernde Brücke gestiefelt. :)
Ab morgen geht es auf nach Süden, Richtung Stadtkyll und anschließend in die Ecke Daun / Cochem. Ich werde berichten. :)

Aufbruch

So, liebe Freunde!

Nun geht es endlich los. Morgen - oder wohl eher heute, in ein paar Stunden, in denen ich hoffentlich noch etwas Schlaf bekomme - ist der Abritt geplant. Alle Utensilien sind zusammengesammelt, und obwohl sie noch verstreut in meinem ansonsten leeren Wohnzimmer liegen, bin ich zuversichtlich, dass alles in die Taschen passt. Die Wohnung ist leer geräumt, alle Möbel eingelagert, die letzten Lebensmittel verschenkt, viele traurige Abschiede erlebt - jetzt wird es Zeit, dass die Reise beginnt.

Für diejenigen unter euch, die neu dazu gestoßen sind, eine kurze Erklärung, worum es hier eigentlich geht:
Ich nehme meinen Umzug von Aachen nach Erlangen zum Anlass, einmal einen richtig langen Wanderritt mit Ilena zu machen. Sechs Wochen habe ich für die Strecke Aachen - Erlangen Zeit, das sollte für in etwa 600km reichen. Übernachten werden wir in Wanderreitstationen, Reitställen oder auf Bauernhöfen, je nachdem, was uns passendes unterwegs begegnet. Den 20km langen Proberitt in voller Montur zu "meinem" Büro hat Ilena problemlos gemeistert und hat die Mittagspause trotz fehlender Pferdegesellschaft erstaunlich entspannt hingenommen - passend geparkt zwischen den Transportmitteln der Kollegen:




Um euch (soweit es ohne eigenes Internet geht) auf dem Laufenden zu halten, werde ich auf diesem Blog von Ilena und mir und unserem Reisefortschritt berichten. Ich freue mich über Rückmeldungen, Anrufe und natürlich auch über Besuche von euch! Die Strecke kennt ihr ja jetzt. :)

Das soll nun als Einleitung reichen. Ich bin gespannt, was die Reise mit sich bringt, und melde mich bei der nächsten Gelegenheit wieder.
Liebe Grüße,
Anna