Ilena und ich sind 8 Tage gewandert und haben in diesen Tagen knapp 180km zurück gelegt. Das ist deutlich mehr als ich erwartet (und eigentlich auch geplant) hatte, dafür bin ich aber umso erstaunter und überraschter, wie gut wir beide uns geschlagen haben. :) Wir haben nur selten in offiziellen Wanderreitstationen übernachtet, es hat gut geklappt, spontan und privat unter zu kommen (bzw. über Kontakte der vorherigen Übernachtungsstelle). Es ist ganz toll zu sehen, wie viele nette und hilfsbereite Menschen man dabei kennen lernt! Ilena ist erstaunlich entspannt, auch ohne Pferdegesellschaft zu übernachten. Das nimmt mir einiges an Sorge für die Quartiersuche ab.
Ilenas Hufe (sie läuft ja ohne Eisen und nur gelegentlich mit Hufschuhen) machen bisher alles gut mit. Ihr Rücken sieht wunderbar aus, keine Druck- oder Scheuerstellen. Der Sattelgurt dagegen hat sich als nicht langzeit-tauglich erwiesen, da er - aus Neopren - keine Atmung zulässt. Kurzerhand konnte ich unterwegs einen neuen Gurt kaufen. Aus Leder und mit Fell-Unterlage. :) Ein kleiner "Zwischenfall" am dritten Tag, bei dem sich Ilena durch eine auffliegende Landkarte erschrocken und beim Wegspringen die Sprunggelenke angeschlagen hat, ist gesundheitlich (Gott sei Dank!) ohne Folgen geblieben, hat aber dazu geführt, dass Ilena sich viel leichter vor flatternden oder klappernden Sachen erschreckt (Karten, LKWs, Regencape, ...). Wir arbeiten dran, und es ist auch schon wieder viel besser geworden. :)
Wir zwei sind normalerweise allein unterwegs, hatten aber schon zwei Tage Wander-Gesellschaft. Das war richtig schön! Zu mehreren unterwegs zu sein und sich unterhalten zu können ist schon um einiges schöner und entspannter, als alles allein planen (und verantworten!) zu müssen... Heute bekomme ich noch mal für einen Tag Gesellschaft, da freue ich mich auch schon sehr drauf. Übrigens hat Ilena, da ich gestern auf einer Hochzeit eingeladen war, die letzten zwei Tage Urlaub gehabt. Sie steht - mit Pferdgesellschaft - im Moment zwischen Cochem und Daun. Übermorgen geht's über die Mosel. Von nun an werde ich nicht mehr so viele Kilometer "abreißen" und öfter mal einen Ruhetag einlegen. Es ist ja schließlich Urlaub. :)
Eine ganz andere Anmerkung am Rande übrigens:
Ich habe vor meinem Abritt ganz vergessen zu erwähnen, dass ich sowohl eine tolle Wohnung als auch einen super netten Stall in Erlangen gefunden habe! Ich bin also nicht ganz so heimatlos unterwegs und habe ein Fernziel vor Augen, bei dem ich in ein paar Wochen (hoffentlich ;) ) ankommen werde.
So, und bevor mir nun mein Frühstück abhanden kommt und ich meinen Zug verpasse, lege ich lieber mal los! Bei nächster Gelegenheit gibt's wieder mehr zu erzählen.
Liebe Grüße!
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