Dienstag, 9. September 2014

Herbst

Der Herbst hat angefangen. Gut, der Sommer hat der sich anschließenden Jahreszeit die Übernahme auch wirklich nicht schwer gemacht, aber nun ist er wirklich da. Genau am Donnerstag, den 28.8. umd 21 Uhr hat er angefangen. Ruth, Ilena und ich haben in einem nur winters genutzten Kuhstall übernachtet, quasi freiluft mit Dach über dem Kopf, ein gutes Stück vom Dorf entfernt. Um uns herum war dunkler Wald, aus dem aus allen Ecken und Enden Käuze gerufen haben. Die Wiese, von der ich Ilena geholt habe, sobald es zu dunkel wurde (eine absolut Pferde-ungerecht Umzäunung machte eine Nacht draußen für sie unmöglich), war schon ganz feucht vom Abendtau und mitgenommen von den Weide-Spuren des Sommers. Von den Bäumen tropfte es, es kam das kalte Rauschen eines Baches herüber. Ruth und ich saßen auf Eimern mit Stroh-Polster und löffelten, warm eingepackt, heiße Klößchensuppe mit Nudeln. Und dann, genau dann, kam dieser Geruch nach Herbst. Mit einem Mal war er da, und er ist seit dem geblieben. Die Tage waren zwar schon noch manchmal sonnig und warm, aber der Geruch blieb. Abends ist es kühl (ich bin froh um meinen richtigen Schlafsack!) und ich merke, wie die Tage kürzer werden. Die Sonne hat ein anderes Licht.

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